KIT nach Dr.F. Jansen

KIT nach Dr.F. Jansen

Körperbezogene Interaktionstherapie (nach Dr. Jansen)
Die Körperbezogene Interaktionstherapie (KIT) nach Dr. Jansen ist den Konfrontationstherapien zuzuordnen, die seit Jahrzehnten erfolgreich in der klinischen Psychologie in der Angstbehandlung angewandt werden.
Jeder Mensch hat ein physisches und psychisches Bedürfnis nach körperlicher Nähe. Körperkontakt ist die frühste und grundlegendste Form von Kommunikation, Basis einer tiefen emotionalen Bindung zu den Bezugspersonen.
Trotzdem entwickeln manche Kinder eine Blockierung – eine Körperkontaktblockierung. Von dieser spricht man, wenn Kinder vordergründig große Nähe abwehren, nur kurz in den Kontakt gehen, nicht ausreichend im Blickkontakt sind.
Hinter der vordergründigen Abwehr besteht das Bedürfnis nach Nähe aber weiterhin. Die Kinder können es nicht befriedigen. Sie entwickeln ein emotionales Defizit und haben ein hohes Risiko verschiedene Auffälligkeiten zu entwickeln, z.B. Sprachentwicklungsstörungen, Lernprobleme, oppositionelles, distanzloses oder ängstliches Verhalten, Schwierigkeiten im Annehmen von Lob, Selbstwertprobleme, Körperwahrnehmungsstörungen... Langfristig besteht die Gefahr, dass sich emotionale Störungen manifestieren.
Kinder können diese Blockierung aus ganz unterschiedlichen Gründen entwickeln: frühe medizinische Versorgung, Traumatisierung, Trennung, Aufmerksamkeitsstörungen, KISS (Blockade des Atlaswirbels), Blockierungen seitens der Eltern .....
In der KIT wird nach gründlicher Diagnostik die Blockierung des Kindes aufgelöst. Das Kind wird in der KIT in große körperliche Nähe zu seinen Bezugspersonen gebracht und lernt diese Nähe zuzulassen und dann auch zu genießen. Auch Blockierungen der Bezugspersonen werden darüber positiv beeinflusst. Wichtig ist, dass Eltern und Therapeut mithilfe verhaltenstherapeutischer Elemente, dem Kind schnell über die Blockade hinweg helfen, um dem Kind danach eine intensive neue Erfahrung zu ermöglichen. Es darf „auftanken“, Spaß haben – das wichtigste Grundbedürfnis befriedigen.
Ist die Blockierung aufgelöst, d.h. es kann eine andere Beziehungstiefe gelebt werden, wird darüber auch an anderen Alltagsproblemen trainiert und diese positiv beeinflusst, z.B. Sprachentwicklung, Kommunikation, Körperwahrnehmung, Abbau von Lernproblemen und oppositionellen Verhaltens...
Noch ein Wort: KIT ist keine Festhaltetherapie! Die KIT hat einen anderen theoretischen Hintergrund, wird nur bei bestehender Körperkontaktblockierung durchgeführt, verläuft anders und ...
Für alle weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.